| Annotation |
Der Romanerstling des Philosophiedozenten Pierre Péju war in Frankreich ein großer literarischer Erfolg. Das Schicksal der drei Hauptfiguren dieses Romans wird durch einen schrecklichen Autounfall unauflöslich miteinander verwoben. Der Buchhändler Vollard ist schon seit frühester Jugend ein Einzelgänger, sein einziger Lebensinhalt scheint das Lesen zu sein. Sein grandioses Gedächtnis für die vielen Millionen Wörter, die der einzige, aber immer verfügbare Schatz seines Daseins sind, steht in krassem Gegensatz zu seinem grobschlächtigen Aussehen. In heller Panik, weil sie nicht von der Schule abgeholt wurde, läuft ihm eines Tages die kleine Eva vor die Räder. Sie lässt dem entsetzten Buchhändler keinerlei Chance, das Unglück noch in letzter Sekunde zu verhindern. Nach langen Wochen des Geschichtenerzählens am Krankenhausbett gelingt es Vollard, das kleine Mädchen aus dem Koma zu erwecken. Evas Mutter ist der nur mühsam voranschreitenden Genesung ihrer Tochter ebenso wenig gewachsen wie ihrem eigenen Leben und überlässt dankbar Vollard die Verantwortung. Doch als Eva in ein Sanatorium verlegt wird, weil sie noch immer nicht sprechen kann, scheint auch Vollards Kraft erschöpft. |